6. Juni 2009
Die WCAG 2.0 sind jetzt bereits ein halbes Jahr alt. Grund genug für den accessible media Stammtisch sich mit den Erfahrungen aus der Praxis auseinanderzusetzen. Wir werden diesmal auch etwas von der üblichen Form des Treffens abweichen und die Runde offener gestalten. Im Mittelpunkt sollen die Erfahrungen und Fragen der Community stehen.
Shadi Abou-Zahra (vom W3C) wird aus Sicht des W3C berichten und natürlich für Fragen zur Verfügung stehen. Maria Putzhuber (von WIENFLUSS) und Edith Vosta (für das CMS und die Internetangebote des Bundeskanzleramtes zuständig) werden über ihre Erfahrungen mit der Prüfung und Umsetzung von Websites nach WCAG 2.0 berichten.
Darüber hinaus sind natürlich alle TeilnehmerInnen eingeladen Erfahrungen, Fragen und Probleme einzubringen und zu diskutieren.
Die Eckdaten
Dienstag, 23.06.2009, 18.30 Uhr
Fabelhaft - Café:Restaurant:Lounge
Arbeiterstrandbadstraße 128
1220 Wien
100 Meter Fußweg von der U1 Station “Alte Donau”.
Für die Veranstaltung stehen Gebärdensprache-DolmetscherInnen zur Verfügung.
Über den Stammtisch
Der accessible media Stammtisch ist ein informelles Treffen für alle, die sich für das Thema “barrierefreies Internet” interessieren.
Ziel ist ein persönliches Kennenlernen und Plaudern in gemütlicher Atmosphäre bei einem oder mehreren Getränken. Wer interessante Ideen oder Projekte vorstellen möchte, ist herzlich dazu eingeladen - Diskussion inklusive.
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4. Juni 2009
Dieser Beitrag ist die Fortsetzung von „Ein paar Screenreader AHAs – 1. Teil“.
Wir testeten vor kurzem eine umfangreiche Website eines Ministeriums mit blinden Testpersonen, mit den Screenreadern JAWS und Virgo. Anhand von 5 Use Cases versuchten wir verschiedene für die Nutzung mit Screenreader interessante Bereiche abzudecken:
- Orientierung auf der Startseite,
- Suche nach einer bestimmten Detailinformation, die auf verschiedenen Wegen erreicht werden konnte,
- Suche nach einer Veranstaltung, die Navigation in einer Datentabelle erforderte,
- Ausfüllen eines Formulars mit verschiedensten Formularelementen und
- Abspielen eines Webvideos.
Hier ein paar interessante Ergebnisse davon.
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3. Juni 2009
Screenreader Optimierung ist eines der faszinierendsten Spezialgebiete im weiten Feld der Barrierefreiheit. Man kann sich hier sehr vertiefen und alle gängigen Screenreader für Windows in mehreren Versionen installieren: JAWS, Virgo, COBRA, WindowEyes. Es gibt von allen Demoversionen. Die Open Source Screen Reader NVDA für Windows, Orca für Linux und den integrierten Mac Screenreader nicht zu vergessen. Alle verhalten sich etwas unterschiedlich.
Man kann alle möglichen Tastenkombinationen lernen und die verschiedensten Konfigurationsmöglichkeiten ausprobieren…man kann zukunftsorientiert alle verfügbaren WAI-ARIA Implementierungen testen, die auch bereits dem kleineren Teil der blinden Internet NutzerInnen, die nicht mehr IE7 oder IE6 verwenden, theoretisch zur Verfügung stehen…
Und trotz all dieses Expertentums wird man als sehender Mensch eine Website nicht so wahrnehmen wie es ein blinder Mensch tut, auch nicht, wenn man den grafischen Browser und die Maus deaktiviert.
Ich jedenfalls kann weder mein visuelles Vorstellungsvermögen und webdesign-technisches Vorwissen abdrehen, noch die strukturelle Logik und die Bedienungskompetenz mit der komplexen Screenreader Software erreichen, die erfahrene blinde NutzerInnen haben.
Wenn man Websites mit blinden Testpersonen testet, hat man AHA-Erlebnisse, die vorgefasste Hausverstands-Annahmen und verfestigte Lehrmeinungen wieder über den Haufen werfen und im Endeffekt mehr bringen als die eigenen Testbemühungen. Wer Web Accessibility ernst meint, kommt nicht umhin darum, sich mit Screenreadern auszukennen, dieser Artikel ist trotzdem ein Plädoyer dafür, „echte“ NutzerInnen in die Webentwicklung miteinzubeziehen.
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